Home Themen Zahlungsverkehr / Kartensysteme SEPA-Strategie der deutschen Debit-Kartenzahlungssysteme

Auf der Grundlage des SEPA Cards Framework (SCF) besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten für die (ehemals) nationalen Zahlungssysteme. Auch durch die Wahl mehrerer Optionen nebeneinander kann die Implementierung des SCF gewährleistet werden. So beabsichtigt die deutsche Kreditwirtschaft als Betreiber der Systeme „electronic cash“ und „Deutsches Geldautomatensystem“ die Umsetzung von allen drei Optionen parallel als Handlungsrahmen. Jedes Kreditinstitut kann aus dieser Vielfalt und Kombinationen daraus entsprechende SEPA-Kartenprodukte anbieten. Die „electronic cash“-Vertragswerke wurden 2007 angepasst, um eine SCF-Kompabilität sicherzustellen und eine Nutzung von „electronic cash“ auch in SEPA zu ermöglichen, sofern ein „electronic cash“-Terminal vorhanden ist.
Als zweites ist die Nutzung von bilateralen beziehungsweise multilateralen Allianzen (EAPS) vorgesehen, so dass deutsche Karten an Point of Sale (POS)-Allianzterminals genutzt werden können. Auch eine dritte Variante ist denkbar, nämlich die Nutzung eines globalen Debitkartensystems mittels Co-Branding, also parallel zu den deutschen Debit-Kartenzahlungssystemen. Dabei wäre auch ein Teil-Co-Branding, zum Beispiel für andere Geldautomatensysteme, umsetzbar.
In diesem Zusammenhang wurde durch den Zentralen Kreditausschuss (ZKA) auch bereits eine Co-Branding-Vereinbarung mit VPAY von VISA geschlossen.
