Home Themen Bilanzierung / Finanzberichterstattung ZKA gegen Full Fair Value-Bewertung

Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) hat sich gegen eine Full Fair Value-Bewertung ausgesprochen und fordert eine der ökonomischen Wirklichkeit entsprechende Bilanzierung mittels einer verfeinerten Mischbewertung. Wir schlagen die Aufhebung der Sicherheitssperre der Kategorie Held to Maturity vor. Sie erzwingt nach dem Verkauf eines einzigen Finanzinstruments die Auflösung der Kategorie, mit der Folge, dass alle Instrumente zum Fair Value bewertet werden müssen. Wenn das Management Produkte zur längerfristigen Ertragsgenerierung halten will, jedoch ein Veräußerung vor der Endfälligkeit nicht ausgeschlossen werden kann, muss eine Verbuchung auf Basis der Anschaffungskosten möglich sein.
Außerdem sollte das Hedge Accounting durch eine Erweiterung der Fair Value-Option, etwa durch den Komponentenansatz in der Bewertung von Finanzinstrumenten, die Herausnahme von Finanzinstrumenten aus der Fair Value-Option unter bestimmten Bedingungen und/oder die Möglichkeit der Designation von Finanzinstrumenten zum Fair Value auch nach erstmaliger Bilanzierung erleichtert werden. Weitere Möglichkeiten der Erleichterung der Hedge Accounting Vorschriften sieht der ZKA in der Reduktion von Dokumentationserfordernissen und dem Wegfall der quantitativen prospektiven Effektivitätsnachweise.